Deepfakes – eine neue(?) Gefahr im Internet

Deepfakes – eine neue(?) Gefahr im Internet

Angeregt durch einen Projektaufruf der Bundeszentrale für politische Bildung, hat sich die Klasse 8/1 mit dem Thema beschäftigt. Dazu wurden in verschiedenen Klassen Interviews geführt und Schüler:innen befragt, ob und wie man solche Deepfakes erkennt.

Aber:
Deepfakes, was ist das?
 

Deepfakes sind Fotos, Videos und Audios die künstlich erstellt oder stark verändert wurden. Meistens sieht man nicht, dass es gefälscht oder manipuliert wurde.  

Der Name wird aus Deep Learning, eine Form von KI, und Fake, also Fälschung, zusammengesetzt.  

Mit Deepfakes kann man zum Beispiel: ein Gesicht in ein anderes Video einbauen, eine Stimme nachmachen, Lippenbewegungen so anpassen, dass sie perfekt auf ein anderes Video passen.  

Wie funktioniert das? 

Die KI analysiert viele echte Aufnahmen von Menschen, damit sie lernen kann, was eine typische Mimik ist, welche Bewegungen, Stimmen und die Gesichtswinkel dazugehören. Die Künstlerische Intelligenz kann dann aus diesen Informationen ein neues Bild oder Video erstellen.
Das passiert so schnell, dass man in wenigen Minuten ein Deepfake erstellen kann. (Natürlich abhängig von der Software.)

Die Schritte sind immer ähnlich:  

  1. Daten Sammeln 
  2. Muster lernen  
  3. neues Bild erzeugen  
  4. z. B. Gesichter Austauschen  
  5. Feinbearbeitung  

Vielleicht hast du schon mal ein Deepfake gesehen, es aber nicht gemerkt.  

Am meisten sehen wir Deepfakes bei Sozialen Medien:
Auf TikTok oder Instagram gibt es Filter, die das Gesicht verändert oder eine Stimme imitieren. Das sind aber nur harmlose Deepfakes.
Memes und Comedy habe ebenfalls etwas mit Deepfakes zu tun. Lustige Videos, in denen Promis scheinbar tanzen oder Witze machen. Obwohl es komplett gefälscht ist.
Nachrichten und Politik … jetzt wird es nicht mehr so spaßig:
Es gibt Deepfakes, die Politiker:innen scheinbar Aussagen machen lassen, die nie gefallen sind. Das kann Wahlen beeinflussen oder Fake News verbreiten. Zu erkennen, was Deepfakes sind, ist also sehr wichtig!
 

 „Deepfake sind ja cool“ aber wie gefährlich ist das alles

Dass Deepfakes tolle Seiten hat, wissen wir, aber was ist mit den negativen Seiten? Manipulation von Menschen ist eines der häufigsten und der gefährlichsten Dinge, die passieren kann. Wenn man einer Aufnahme nicht mehr trauen kann, wird es schwer zu erkennen, was wirklich passiert ist.
Rufschädigungen werden genutzt, um Menschen bloßzustellen oder zu mobben. Besonders Jugendliche können betroffen sein z.B. durch gefälschte Videos, die peinliche oder intime Situationen vortäuschen. Die politische Beeinflussung gegen oder für einzelne Personen oder ganze Gruppen, kann mit Deepfakes erfolgen. Bei Betrugsversuchen gibt es Fälle, in denen Stimmen oder Gesichter verwendet wurden, um Menschen zu täuschen. Zum Beispiel beim Onlineshopping oder Messenger–Diensten.

Fake News werden sehr schnell durch Deepfakes verbreitet. Dies ist die größte Sorgen vieler Menschen. 

Damit sowas nicht passiert, müssen wir uns schützen. Aber wie? 

Auch wenn du es nicht komplett verhindern kannst, kannst du dich dennoch schützen. Überlege was du postest. Je weniger Fotos öffentlich sind, desto schwieriger ist es, ein Deepfake zu erstellen.
Oft hilft uns Misstrauen, wenn es „zu krass“ wirkt. Viele Deepfakes zeigen extrem dramatische oder schockierende Inhalte, die viel zu unrealistisch sind. Quellen checken: Wird das Video in den Nachrichten erwähnt, in verschiedenen, schockierenden Inhalten oder war es doch nur ein Video, das dir ein Freund geschickt hat? Auf Details achten ist sehr wichtig! Damit kann man erkennen, was echt und was Fake ist. Kleine Fehler können verraten, dass etwas nicht echt ist: komische Schatten, unsaubere Ränder, falsche Lippenbewegungen, seltsame Übergänge von zum Beispiel Zähnen oder Haaren und zu viele oder zu wenige Gliedmaßen.
 

Warum ist das Thema Deepfakes relevant für den Unterricht? 

Ganz einfach:
Für unsere Welt von Morgen! Ihr werdet in der Zukunft leben, in der KI eine riesige Rolle spielt. Medienkompetenz wird irgendwann genauso wichtig sein,  wie Mathe oder Englisch.
Für den Umgang Miteinander! Deep Fakes können unfair und verletzend sein. Schulen beschäftigen sich deshalb schon eine Weile mit Themen wie Cybermobbing, Datenschutz und sicherem Verhalten im Internet.
Für die Fähigkeit, die Wahrheit zu erkennen! Es reicht nicht mehr zu sagen: „Ich habe es in einem Video gesehen.“
 

Wie weiter? 

Wenn euch das Thema interessiert, dann schaut doch mal auf der Webseite der BpB nach. Da gibt es viele, sehr ausführliche Informationen, die euch nicht manipulieren oder euch etwas verkaufen wollen: Deepfake Themenseite oder sprecht eure Lehrer an. Vielleicht finden sich im ein oder anderen Fach auch Möglichkeiten eine kleine Einheit zum Thema einzubauen oder teile auszuprobieren. Mögliche Materialien kann man auch HIER finden.

Fazit

Deepfakes sind wirklich beeindruckend – aber auch gefährlich. Deshalb ist es wichtig, dass wir lernen mit ihnen umzugehen. Nur wenn wir wissen, wie Deepfakes entstehen, wie man sie erkennt und wie man sich vor ihnen schützt, können wir sicher und selbstbewusst durch die digitale Welt gehen 

#le

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Schülerreporterin Elisabeth-Sophie Weber hat sich diesem Thema mal angenommen und es für uns aufgearbeitet.

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