Projekt „intelligente Mülleimer“ geht in die zweite Runde

Projekt „intelligente Mülleimer“ geht in die zweite Runde

Intelligent vernetzte Unterflur-Mülleimer:

Ein Projekt der Hohentwiel-Gewerbeschule Singen und der Stadt Singen

Einen Teil des Schuljahres hat auch die aktuelle Klasse 12/3 der Hohentwiel-Gewerbeschule Singen (Profil Informationstechnik), im Profilfach IT an einem durchaus ungewöhnlichen Projekt gearbeitet.

Projektpartner waren und sind die Stadt Singen, die Firma Sybit (Radolfzell) und, neu im Boot, die Firma Sentinum (Fürth). Hintergrund und Idee war und ist der im vergangenen Schuljahr gestartete Versuch, die Bewirtschaftung von Unterflur-Mülleimern der Stadt Singen zu optimieren, indem mittels Sensorik der Füllstand der Müllbehälter erfasst und über eine App oder Weboberfläche von den Mitarbeitern der technischen Dienste der Stadt ausgelesen werden kann. So können jene Behälter gezielter angefahren werden, bei denen eine Entleerung sinnvoll ist. Fahrwege zu weniger gefüllten Behältern entfallen.

Nachdem das Pilotprojekt erfolgreich abgeschlossen werden konnte, war jetzt das Ziel, die technischen Komponenten zu optimieren und die digitale Übertragung und Bereitstellung der Daten für die technischen Dienste der Stadt Singen zu optimieren. In diesem Zusammenhang spielt die Einbindung der Firma Sentinum eine entscheidende Rolle, deren Sensoren und Funktechnik die Grundlage für ein deutlich verbessertes System legen. Geschäftsführer Alexander Kahlig war bei der Projektpräsentation im Singener Rathaus vor Ort und zeigte sich begeistert vom KnowHow und vom Engagement der beteiligten Schüler/innen.

Im Rahmen des IT-Unterrichts bei den Fachlehrern Karl Laber und Stefan Martin und intensiv unterstützt von Stefan Strittmatter und Andre Sommer (Firma Sybit) hat die Klasse, aufbauend auf die grundlegenden Überlegungen ihrer Vorgängerklasse, einen realitätsnahen Projekt-Management-Prozess durchgeführt, mit dem Kernziel der Überarbeitung und Weiterentwicklung der im Startprojekt angelegten Lösungen und Prozesse. Von Seiten der Stadt Singen waren das Sachgebiet Digitalisierung und die technischen Dienste der Stadt eingebunden. Auf Seiten der Schule war neu in 2026 auch das Profilfach Gestaltungs- und Medientechnik im Boot, indem Schülerinnen und Schüler das Logo der für das Projekt gegründeten Übungsfirma, Flyer und Infoplakate entworfen haben.

So entstanden auch im laufenden Schuljahr intensive und motivierende Lernprozesse und am Ende eine technische Lösung, die bei der Stadt Singen in die erweiterte Erprobung geht. Ziel ist, das System tatsächlich für alle Unterfloor-Mülleimer der Stadt aufzusetzen. Das Projekt bleibt also nicht auf der Ebene eines Schulprojektes mit externen Partnern, sondern hat die klare Perspektive real eingesetzt und umgesetzt zu werden. Hier erhofft sich die Stadt eine deutliche Optimierung von Fahrten zur Entleerung der Mülleimer und damit eine erhöhte Effizienz im Personaleinsatz und eine nennenswerte Kostenersparnis von bis zu 40%.

Professionell und mit einer gewissen Portion Stolz haben die Schüler/innen schließlich im Rathaus Singen ihr Projektergebnis präsentiert – vor OB Bernd Häusler, Vertretern der technischen Dienste und vor Singen Aktiv, Claudia Kesser-Franzen. Toll, dass solche Projekte möglich sind und toll, dass wir mit der Stadt Singen, Singen Aktiv und Firmen wie Sybit und Sentinum starke Partner an unserer Seite haben, welche die Arbeit der Schule an einer realitäts- und lebensnahen Bildung und Ausbildung aktiv unterstützen.

Text und Bilder Oliver Müller-Molenar

Podiumsdiskussion mit Projektpartnern

Grußbotschaft von S.Biehler, Stadt Singen

technische Erläuterungen

Ein Dank an die beiden Moderatoren/innen

OB Häusler – sichtlich beeindruckt

Der Leiter der technischen Dienste beschreibt die erhofften Effekte des Projektes

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